Wer bin ich?


Diese Frage stelle ich mir selber seit Jahren. Ich hatte schon viele Funktionen: ein Kind von unglaublich tollen Eltern, eine kleine Schwester von einem bodeständiger Bruder, eine Freundin von vielen einzigartigen Leuten und die beste Freundin einer Power-Frau. Ich war schon eine Schülerin, eine Studentin und eine Arbeitnehmerin. Ich bin eine Bürgerin und Einwandererin. Ich bin eine Frau mit einer grossen Leidenschaft für Mode.

Schon als Kind hatte ich meine eigene Meinung was ich anziehe. Kleider waren für mich wichtiger als Puppen. Die besten Stücke meines Schranks habe ich immer nur für meine Augen behalten und wollte sie nie anziehen, da ich nicht wollte, dass sie kaputt oder schmutzig werden. Ich hatte immer einen Drang mich von anderen zu unterscheiden, deshalb hatte ich schon ganz viele Stile getragen: Leder von Kopf bis Fuss, Hippie Style, Pink Style, Vintage Style... uffff... Von allem ist ein Bisschen bis jetzt übrig geblieben. Und was macht mich jetzt so speziell? Ich trage ausschliessend nur Röcke und Kleider. Hose sind einfach passé... oder?


Die Nähmaschine habe ich schon laaange endeckt! Im Dachstock meines Zuhauses. Ich habe Mamas Stoff fein geschnitten und alle Seiten per Hand zusammen genäht, genau so, dass ein Sack entstanden ist (der Plan war eigentlich ein Hemdli). Leider als meine Mama dies gesehen hat, war sie nicht so zufrieden. Es hat sich herausgestelt, dass es einen sehr wichtigen und teuren Stoff war, und so wurden meine Nähabenteuer schon früh beendet. Lange habe ich nicht mehr an die Nähmaschine gedacht, aber im 2017 habe ich mir eine zum Geburtstag gewünscht und so ist sie gekommen - klein, stinkend nach Plastik, hergestellt in China aber mein! Ich habe sie adoptiert und sie bleibt.

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